Diesesmal fuhr ich wieder mit Alois Nothdurfter in seinem bärenstarken Ford Sierra Cossworth.
Die Rallye ging insgesamt über 2 Tage mit 14 Sonderprüfungen und 149 Kilometern.
Die Besonderheit dieser Rallye ist ein relativ hoher Schotteranteil auf jeder SP.
Am Freitag wurden 2 Prüfungen jeweils 3 mal befahren wobei eine SP vollkommen neu war.
Wir starteten bei leichtem Regen mit Regenreifen und fanden gleich einen guten Rhytmus.
Bedingt durch die feuchte und dadurch sehr rutschige Strecke war es ein Ritt auf der Rasierklinge und wir konnten die vielen (300+) PS absolut nicht auf die Strecke bringen. Selbst auf geraden bergauf Abschnitten suchte die Hinterachse immer eine andere Spur als die Vorderräder.
Dennoch konnten wir den ersten Tag auf Platz 35 von 68 Startern zufrieden beenden.
Wie das Schiksal es wollte, landete der Bruder von Alois, Alfons auf einem Ford Fieste Proto und Karin Cerny mit ihrem Fahrer Dominic Schilcher auf Opel Corsa Rallye 4 ebenso in unmittelbaren Platzierungen zu uns.
Somit war für Samstag ein spannender Kampf zu erwarten.
Da am Samstag die erste Prüfung mit einem langen bergab Schotteranteil und noch vielen feuchten Stellen im Wald ausgestattet war setzten wir aus Sicherheitsgründen wieder auf die Regenreifen.
Diese brachten diese aber völlig an ihre Leistungsgrenze und hauchten endgültig ihr Leben aus.
Die restlichen Prüfungen fuhren wir dann mit Slicks und speziell die beiden Nachmittags Strecken kamen unserem Auto entgegen und wir konnten endlich die Performance des Autos voll auf die Straße bringen und tolle SP Zeiten erzielen.
Aber wie knapp Glück und Ausfall beieinander liegen wurde uns auf der letzten SP vor Augen geführt.
Kurz vor dem Ziel der letzten SP überhitzte der Motor, wo wir nach der Zeitkontrolle einen abgerutschten Wasserschlauch und eine leeren Kühler entdeckten.
Dieser konnte jedoch wieder mit einigen Brandblasen an den Fingern angebracht werden und Dank von Karin und Dominic die uns mit ihren Wasserflaschen aushalfen, der Wasserstand wieder aufgefüllt werden.
Da aber bei der Reparatur einiges an Zeit verloren ging und wir uns die Früchte der guten Zeiten nicht mehr nehmen lassen wollten, fuhren wir sehr beherzt Richtung Zielrampe die wir gerade noch ohne Strafzeit erreichten.
Der Lohn dafür war ein Gesamtrang 24 und ein Platz 2 in der Historic ÖM sowie der Sieg In Der Historic Mitropacup Wertung.
Auch die Familienduelle Mit Alfons auf Platz 25 und Karin Platz 26 konnten wir für uns entscheiden.





